Helfer vor Ort

Was ist denn der HvO?

Die oder der ‚Helfer vor Ort‘ sind ehrenamtlich tätige Mitglieder unserer Bereitschaft, die bei medizinischen Notfällen zusätzlich zum regulären Rettungsdienst von der Integrierten Leitstelle in Erding alarmiert werden. Eine Alarmierung erfolgt immer dann, wenn vorhersehbar ist, dass die Auer mit ihrem Rettungswagen aufgrund der ländlichen Struktur einige Zeit vor den hauptamtlichen Kollegen am Ort des Geschehens eintreffen können.
Die HvO-ler leisten qualifizierte Erste Hilfe, beginnen mit erweiterten Maßnahmen, erkunden die Lage, geben eine qualifizierte Meldung an die Integrierte Leitstelle, weisen die weiteren Rettungsmittel ein und unterstützen die Kolleginnen und Kollegen der regulären Rettungswägen.

Wie entstand der HvO in Au i.d.Hallertau?

Schon ab ca. 1986 waren es die Bürger von Au gewohnt, dass nach dem Aufheulen der Sirene Mitglieder der BRK-Bereitschaft gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr ausrückten. Noch vor dem Eintreffen des regulären Rettungsdienstes führten sie erweiterte Erste-Hilfe-Maßnahmen durch.
Einige Mitarbeiter der Rettungsleitstelle in Erding überlegten sich, wie sie Bereitschaftsmitglieder des BRK Au auch bei Notfällen (z. B. Herzinfarkt oder Schlaganfall) ohne Sirenenalarmierung einsetzen könnten. In der Folge wurden immer öfter ausgewählte Mitglieder des BRK Au telefonisch von der Rettungsleitstelle zusätzlich zum regulären Rettungsdienst bei akuten Notfällen verständigt.
Damals wurde diese Gruppe kreisverbandsintern und von der Leitstelle noch als SEG bezeichnet. Zwischenzeitlich sind sog. SEG (= SchnellEinsatzGruppen) innerhalb des Roten Kreuzes anders definiert. Und: Seit ungefähr Anfang der 1990er Jahre wurden im BRK zunehmend ‚HvO‘ als offizielle Bestandteile der Rotkreuzgemeinschaften installiert.

Wie läuft ein HvO-Einsatz ab?

Seit Oktober 1996 ist das BRK Au mit Funkmeldeempfängern (Piepsern) ausgestattet und die ‚HvO-ler‘ sind für die Integrierte Leitstelle bei akuten, lebensbedrohlichen Notfällen direkt alarmierbar.

Bei einem Alarm fahren die zur Verfügung stehenden HvO-Mitglieder mit Privatfahrzeugen zunächst zum BRK-Heim und besetzen den kreisverbandseigenen Rettungswagen. Sie bekommen dann über Fax oder/und Funk von der Integrierten Leitstelle ihren Einsatzort und eine erste Einsatzmeldung genannt. Nach dem Eintreffen beim Patienten und einer ersten kurzen Lageerkundung beginnen die Ehrenamtlichen mit den erweiterten Hilfemaßnahmen. Zeitgleich mit der HvO-Alarmierung wird immer der reguläre Rettungswagen z.B. in Mainburg oder Freising verständigt, der auch die weitere Versorgung und den Transport des Patienten übernimmt. Nach Abschluss des Einsatzes, und der Reinigung und Aufrüstung unseres Materials erfolgt noch eine Dokumentation ....

Wer wird als HvO eingesetzt?

Die Mitglieder, die im ‚HvO‘-Dienst tätig sind, müssen mindestens eine Sanitätsausbildung und eine intensive Schulung auf unserem Rettungswagen absolviert haben. Viele unserer HvO’ler haben aber weitergehende Qualifizierungen oder Ausbildungen (z.B. Rettungssanitäter/in, Krankenschwester, Rettungsassistent, Notfallsanitäter) durchlaufen.
Unsere ‚HvO‘-Mitglieder können und wollen den Rettungsdienst nicht ersetzen. Sie können ihn jedoch, wie oben ausgeführt, sinnvoll ergänzen.
Unsere Einsatzkräfte im HvO-Dienst sind ehrenamtliche Kräfte die in Ihrer Freizeit diesen unentgeltlichen Dienst übernehmen.

Wie oft rückt denn der HvO in Au eigentlich aus?

Durchschnittlich fahren wir fast jeden zweiten Tag einmal zu allen Tages- und Nachtzeiten – 24 Stunden an 365 Tagen im Jahr ...

Einsatzstatistik bis 2016
*Ab Juli 2005 zusätzlicher Stellplatz der Rettungswache Freising in Nandlstadt mit einer Besetzung von durchschnittlich 14 Stunden regulärem Rettungsdienst/Tag

In welchen Gemeinden sind wir unterwegs?

  • Au i.d. Hallertau
  • Nandlstadt
  • Rudelzhausen
  • Hörgertshausen